Team Corinna Thielck

Heidi Dietrich

Das leitet mich: Kindheit heißt für mich Unbeschwertheit, Geborgenheit und die Möglichkeit, individuell wachsen zu können. Das äußerliche Wachsen ist begreifbar, ist sichtbar. Wichtig ist es, mit viel Einfühlungs- und Empfindungsvermögen (Empathie) das innere, unsichtbare Wachsen zu erkennen, zu fördern und zu pflegen. Wenn wir als erwachsene Menschen dem Kind Sicherheit und Vertrauen entgegenbringen – somit die Möglichkeit einer fortschreitenden  Selbstständigkeitsentwicklung fördern – legen wir dafür ein bedeutendes Fundament.

Kindheit ist für mich die Zeit, in der alles möglich ist und sein darf – in der die wunderbare Vielfalt des Erlebens unzensiert stattfinden kann und sollte. Dazu bedarf es den Mut zur Freigabe der Förderung ideeller Werte  und weniger der materiellen und systemorientierten Werte.

Für mich ist eine behutsame  – empathische Annäherung der zwischenmenschlichen Beziehungen der Beteiligten die Grundvoraussetzung meiner Arbeit. Bei diesem Findungsprozess handelt es sich um Wechselseitigkeit. Vertrauen entsteht durch Vertrautheit. Vertrautheit entsteht durch Beisammensein und einer geöffneten, empathischen Grundhaltung. Das Empfinden des Wohlseins steht dabei im Vordergrund. Entwickelt sich daraus persönliche Kreativität, so wird Eigen-Motivation und Anerkennung gestaltet.

Ein jeder von uns hat Vorbilder in seinem Leben. Menschen, die Impulse setzen und wohltuend wirken. Das, was wir erfahren haben, können wir weitergeben. Wenn der Erwachsene in seiner Kindheit in sich ruhend Geborgenheit erleben durfte, so ist er in der Lage, diese Erfahrung an die folgende Generation weiter zu geben. Dazu gehört auch der Mut der „Nichtverformung“, der Mut zum Individuellen.

Der Psychoanalytiker Arno Gruen stellte heraus, „… dass wir zwar
als Original geboren werden, aber meistens als Kopie sterben.“
 (Quelle: Dem Leben entfremdet. Warum wir wieder lernen müssen zu
empfinden, Klett- Cotta,  2013). Ich möchte mich in diesem Sinne
dem Zitat anschließen und den Anspruch in die Frühförderung einfließen
lassen: „ Dem Kind so viel Original wie möglich erhalten und wachsen
lassen“.

 Ingrid Lorenzen

Das leitet mich: Wenn ich an Kindheit denke, fällt mir als erstes die unbegrenzte und unbeschwerte Zeit eines Kindes ein, das den Tag in der Natur verbringen kann und aus Allem ein Spiel gestaltet, es wird dabei von Neugier, Entdecken und Forschen geleitet. Gemeinsam mit anderen Kindern verschiedenen Alters kann es Ideen entwickeln,  Abenteuer erleben und auch an Orten sein, an denen man in der Gruppe gemeinsam Gefahren meistern und  Lösungen finden muss.  Die gute Entwicklung eines Kindes ist meiner Meinung nach abhängig von Erwachsenen, die die Kinder dabei liebevoll unterstützen, begleiten und ihnen etwas zutrauen.

Jedes Kind ist einzigartig in seinem Tun und Wirken, es kann seine Zukunft mit Vertrauen und Zuversicht gestalten, wenn es Erwachsene an seiner Seite hat, die es lieben so wie es ist. Das Zitat von Janusz Korczak sagt: “ Die Kinder schulden uns keine Dankbarkeit, dass wir sie erziehen! Vielmehr haben wir ihnen dankbar zu sein, dass sie sich uns anvertrauen und unser Leben mit Licht erfüllen.“

An meiner Arbeit in der pädagogischen Frühförderung schätze ich besonders, dass ich gemeinsam mit und in den Familien die Einmaligkeit eines jeden Kindes entdecken kann. Ich möchte seine besonderen Kompetenzen zur individuellen Weiterentwicklung im persönlichen Umfeld des Kindes   begleiten. Der intensive Austausch mit den Bezugspersonen über die verschiedenen Sichtweisen des Kindes lässt mich an seinem Alltag teilhaben. Ich schätze den gemeinsamen Dialog, das Suchen  nach Wegen für Veränderungen und somit die individuelle Gestaltung von Zukunft für Kinder.

Anke Puls-Tomser

Das leitet mich: Kindheit ist die Welt, die alles bunt und groß erscheinen lässt.
Vieles gibt es zu entdecken. Man kann sich leichter auf dieses Abenteuer
einlassen, wenn man Flügel und Wurzeln bekommt.

Jeder Mensch ist ein Individuum. Alles braucht seine Zeit. Man lernt durch ausprobieren. Kinder zeigen ihre Bedürfnisse meist selbst an. Auf ein gutes Fundament lässt sich ein solides Haus vom Keller bis zum Dach bauen.

Ein besonderer Moment erwächst, wenn das Spiel schön und leicht ist z.B. aus einem Knopf und einer Klammer eine neue Welt entsteht. Zu sehen, wie sich ein Kind weiterentwickelt, ist für mich von besonderer Bedeutung.

 Nicole Ruhrig

Das leitet mich:Kindheit bedeutet für mich Abenteuer zu erleben, ich selbst
sein zu dürfen sowie das Recht auf Freiheit, Emotionen und
Unversehrtheit zu erleben. Kindheit sollte den Kindern Unbeschwertheit
ermöglichen und grenzenlose und bedingungslose Liebe geben.

 Jedes Kind ist einzigartig und ein Wunder. Ich darf durch meine Arbeit diese Wunder ein Stück auf ihrem Weg begleiten. Deshalb gibt es für mich nicht den Moment, den ich in meiner Arbeit besonders schätze. Sondern die Tatsache diesen Beruf ausüben zu dürfen, ist das besondere Ganze, das mich Tag täglich begleitet.

 Die Grundidee von Maria Montessori „ Hilf mir es selbst zu tun“ empfinde ich als eine der gewinnbringendsten Haltungen in der pädagogischen Arbeit. Das Kind als eigenständiges Individuum zu sehen, seine Ressourcen erkennen und es zu begleiten diese weiter zu entwickeln.